VORTEILE
HOLZBAU
Rohstoff Holz
Als Bauherr hat man die Qual der Wahl, ob Doppelhaushälfte, Fertighaus, die Wahl der Dachform und letztlich die Wahl zwischen Holzbau und Massivhaus. Wichtig ist, die Wahl der Bauweise an den eigenen Wünschen und Werten auszurichten. Besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit ist es sinnvoll, sich näher mit dem Thema Holzbau zu beschäftigen.
Effektiver Schallschutz hängt nicht vom Baustoff ab.
Moderne Holzhäuser erfüllen die gleichen Schallschutzstandards wie Gebäude in Massivbauweise – und das müssen sie auch. Ohne ein angemessenes Schallschutzkonzept kann die Bauaufsichtsbehörde die Baugenehmigung verweigern. Dass die Zahl der Holzhäuser in Deutschland dennoch stetig steigt, beweist, dass der moderne Holzbau auch diese Herausforderung souverän meistert. Der entscheidende Unterschied zwischen einem hellhörigen und einem optimal schallgedämmten Haus liegt nicht im Material, sondern in der Konstruktion: Durch eine durchdachte Kombination aus mehreren Schichten Holz und Dämmmaterial wird auch im Holzhaus eine Schalldämmung erreicht, die dem Schallschutz eines vergleichbaren Massivhauses entspricht.
Holzbau und die Treibhausgasbilanz eines Gebäudes
Holz speichert Kohlenstoff, den der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Auch die Herstellung und Verarbeitung von Holzbauteilen verursacht jedoch Treibhausgasemissionen. Ob eine Holzbauweise gegenüber einer anderen Bauweise Emissionen einspart, hängt vom konkreten Gebäude, den eingesetzten Materialien und der Betrachtung über den Lebenszyklus ab. Ein belastbarer Vergleich erfordert deshalb eine projektspezifische Ökobilanz.
Die Bauweise kann die Wohnflächengröße beeinflussen.
Häuser in Holzrahmenbauweise bieten im Vergleich zu Massivhäusern einen deutlichen Vorteil: Der Raum zwischen den tragenden Elementen, die sogenannten Gefache, wird mit Dämmstoff gefüllt. Dadurch bildet die Dämmschicht keine zusätzliche Schicht, sondern schließt bündig mit den tragenden Elementen ab. So können die Wände eines Holzhauses insgesamt schlanker sein als vergleichbar gedämmte Wände in Massivbauweise. Der im Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorgeschriebene Wärmedurchlasskoeffizient wird zuverlässig erreicht, und ohne Mehrkosten oder zusätzlichen Aufwand entsteht auf demselben Grundriss durch die Wahl der Holzbauweise mehr Wohnraum.
Holz für eine wohnliche Atmosphäre
Sichtbare Holzoberflächen verleihen Wohnräumen Wärme und eine natürliche Ausstrahlung. Ob sich ein Haus im Sommer angenehm kühl hält und im Winter wenig Heizenergie benötigt, hängt von der gesamten Planung ab – etwas von Fenstern, Dämmung und Verschattung sowie Luftdichtheit und Lüftung. Auch ein Holzhaus kann als besonders energieeffizientes Gebäude oder im Passivhausstandard geplant werden. Welche Heizkosten zu erwarten sind, lässt sich erst für das konkrete Haus abschätzen.
Holzbau oder Massivbau? Entscheidend ist eine Planung mit Blick auf die Zukunft.
Als Experten im Zimmerei-Bereich setzen wir uns leidenschaftlich für den Holzbau ein. Gleichzeitig schätzen wir die Vorzüge anderer Baustoffe. Die Eigenschaften von Stein und Beton können die natürlichen Stärken des Holzbaus sinnvoll ergänzen und dazu beitragen, die ohnehin hohe Lebensdauer eines Holzhauses weiter zu verlängern. Daher verwendet der moderne Holzbau beispielsweise gemauerte Keller und Fundamente aus Beton. Wir kennen die Stärken unseres Baustoffs und wissen, wann es sinnvoll ist, auf Methoden und Materialien des Massivbaus zurückzugreifen.
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird und Grundstückspreise aufgrund begrenzter Verfügbarkeit weiter steigen, sind wir überzeugt, dass Holz als Baustoff zukunftsweisend ist. Welche Bauweise zu einem Vorhaben passt, hängt von den Anforderungen des Gebäudes ab. Holz, Stein und Beton können dabei unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Wir beraten Sie zur Auswahl und Kombination der Baustoffe für Ihr Projekt.
Weitere Informationen zum Thema Holzbau sowie Unterstützung, Ratgeber und Hilfestellungen finden Sie hier:
Und bei unseren Innungsmitgliedern:
Gewusst?
2018 wurde bundesweit der Bau von mehr als 225.000 Neubauten in Holzbauweise genehmigt, darunter sage und schreibe 199.060 Wohngebäude – und die meisten davon in Baden-Württemberg.